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Thailand mit Baby und Kleinkind – Warum wir Urlaub dort lieben

Last Update: April 2020

Wer hätte gedacht, dass Thailand das perfekte Reiseziel für uns als Familie mit Kleinkindern sein würde und dass wir nun schon drei mal dort waren. Dabei war ich vor Jahren eigentlich nie sonderlich an einer Reise nach Thailand interessiert. Aber wieso eigentlich?

Vielleicht, weil ich vorher eher ein Fan von Reisen a la 1001 Nacht (VAE) oder gen Westen (amerikanischer Kontinent) war – vielleicht lag es aber auch an den Bildern in meinem Kopf: Thailand erschien mir zuvor immer als das Reiseziel für Backpacker, Fullmoon-Parties oder allein reisende ältere Herren auf der Suche nach Liebe.

Wie schön, dass mich meine bessere Hälfte überredet hat, dem „Land des Lächelns“ eine Chance zu geben. Und ja, ich gebe zu, ich habe mich gewaltig geirrt. Heute würde ich sagen, Thailand zählt zu den schönsten Fernreisezielen für Familien mit kleinen Kindern.

Thailand ist der perfekte Einstieg in einen exotischen Urlaub, für alle Familien mit wenig oder keiner Erfahrung in punkto Fernreisen.

Die lange Anreise (10 Std. Flug von Frankfurt nach Bangkok plus Inlandsflug von 1-2 Std. ) wirkt auf den ersten Blick etwas abschreckend, aber sie lohnt sich und ist wirklich einfacher als gedacht.

Und was genau uns so an Thailand fasziniert, was man gut vor Ort mit Kindern unternehmen kann und warum man wirklich keine Angst vor einer Reise nach Thailand mit Baby oder Kleinkind haben muss, das erfährst du hier.

Warum wir Urlaub in Thailand mit Kleinkind lieben

  • Ehrliche Gastfreundschaft: Für ihre Gastfreundschaft sind die Thailänder ja bereits bekannt. Wenn ihr dort aber mit kleinen Kindern unterwegs seid, dann habt ihr das Gefühl zu einer Royal Family zu gehören…so aus dem Häuschen sind alle, sprechen euch an, oder schenken den Kindern Blumen. Wir haben in einem unserer Lieblingsrestaurants (wobei „Garküche meets Gartenlaube“ vielleicht der passendere Ausdruck ist) sogar eine kostenlose Kinderbespaßung erhalten, während wir gefühlt zum ersten Mal außer Haus in Ruhe unser Abendessen genießen konnten, obwohl unsere Kleinen keine 10 Meter entfernt waren.
  • Traumstrände: Wir lieben die unendlichen puderzuckerweichen Sandstrände und das herrlich warme Meer, bei dem man fast glaubt in eine tropische Riesenbadewanne zu steigen. So eine richtige Abkühlung verspricht es zwar nicht, aber dafür ist es der perfekte Ort für kleine Entdecker, die zum ersten Mal unter ihren tapsigen Füßen das Meerwasser spüren. Unsere Mädchen konnten seit diesem Augenblick nicht mehr genug vom Meer kriegen und wir lieben es, ihnen in diesem Glücksmoment zuschauen zu dürfen.
  • Köstliches Thai-Food: Wir lieben die asiatische Küche, allen voran Thai-Food. In die cremigen Kokos-Curries und exotischen Reisgerichte könnte ich mich reinsetzen und unaufhörlich essen. Auch unsere Kinder fanden bisher milde Curries, Reis mit Gemüse und vor allem Chicken-Satay (Hühnchenspieße mit Erdnuss-Dip) sehr appetitlich. Als unsere Große mit zum ersten Mal in Thailand dabei war, hatte sie damals sogar noch Milchfläschchen getrunken und eher so nebenbei bei uns mit gegessen. Babymilch findet man übrigens in fast jedem Supermarkt. Allerdings hatten wir insbesondere in Khao Lak das Problem, dass wir keine Baby-Gläschen bekamen (weil dort, wie man mir auf Nachfrage sagte, die Kinder im Anschluss an die Stillzeit direkt an den Reis gewöhnt werden). Da wir selbst kaum Gläschen mit hatten, blieb uns nichts anderes übrig, als mit einem Leihwagen von Khao Lak nach Phuket direkt zu fahren in einen großen Superstore. Dort haben wir dann auch Gläschen bekommen. Keine Sorge: Ansonsten war aber auch im kleinsten Dorfladen nahezu alles für Babies erhältlich und auch Apotheken.
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Auch wenn Thailand sich langsam vom typischen Backpacker-Hotspot verabschiedet, halten sich die Ausgaben vor Ort aus Urlaubersicht in Grenzen. Was mich allerdings immer wieder mehr erstaunt, als die Preise, ist der Service und das „Drumherum“. In vielen europäischen oder auch karibischen Ländern, zahlt man beispielsweise genauso viel oder sogar deutlich mehr für seinen Urlaub und erhält gefühlt die Hälfte der Leistungen, bzw. muss schon froh über ein aufgesetzt wirkendes Lächeln einer Bedienung sein. Das Phänomen haben wir in Thailand selten vorgefunden. (Und zwar beim ganz bewussten Vergleich von Reisen, Hotels und Restaurants der gleichen Kategorie)
  • Gesundheitsversorgung: Wir brauchten keine zusätzlichen Impfungen (zu denen, die ohnehin üblich in den ersten 18 Lebensmonaten sind) und können auch aus eigener Erfahrung sagen, dass die medizinische Versorgung vor Ort sehr gut ist und wir uns mit unseren Kleinen immer sehr gut aufgehoben gefühlt haben (in den Regionen Bangkok, Phuket, Khao Lak). Die Ärzte sprechen sehr gut Englisch, viele haben sogar einen Teil ihres Berufslebens an europäischen Kliniken verbracht. Und im Zweifel gibt es auch sehr gut ausgestattete Krankenhäuser. Auch Apotheken sind überall.
  • Anreise und Infrastruktur: Je nachdem, wohin genau man möchte, verläuft die Anreise relativ unkompliziert. Wir sind bisher immer von Frankfurt nach Bangkok (10 Stunden Nachtflug) geflogen und haben von dort einen Inlandsflug (1 bis 2 Stunden) nach Phuket bzw. Trat genommen. Der Mini-Van Transfer von Phuket nach Khao Lak hat dann noch mal so ca. 1 Stunde in Anspruch genommen. Es gibt aber z.B. auch Direktflüge von Frankfurt nach Phuket. Auch die Infrastruktur und die allgemeine Verkehrsanbindung innerhalb Thailands ist sehr gut, von daher hatten wir nie Bedenken.
  • Sicherheit: In den Urlaubsregionen ist die Sicherheitslage im Allgemeinen sehr gut. Wir haben uns bisher immer und überall in Thailand sehr sicher gefühlt. Aber es schadet nie, sich die aktuellen Meldungen des Auswärtigen Amts anzusehen. 

Die schönsten Orte in Thailand für einen Urlaub mit kleinen Kindern

Phuket & Khao Lak

Phuket und Khao Lak liegen an der Westküste Thailands und sind für einen außergewöhnlichen und dennoch behüteten Familienurlaub wie geschaffen. Die langen flach ins Wasser verlaufenden Strände laden zum Baden und Plantschen ein. Unserer Erfahrung nach ist auch der Wellengang nicht so stark, weshalb man gerade auch mit Kleinkindern dort ganz gut baden kann. Zudem ist das Küstengebiet malariafrei und wir hatten nie so große Probleme mit Moskitos. Ob das an unserer Reisezeit lag (zwischen Oktober und April) oder am Meer, kann ich hier nicht wirklich aussagekräftig belegen, aber in jedem Fall waren unsere anfänglichen Sorgen unbegründet. (Wir wurden in der Toskana weitaus schlimmer von Moskitos heimgesucht…). Ein Mückenspray zählt also praktisch zu unserer Grundausstattung wenn wir verreisen.

Phuket ist die größte Stadt in der Region und dort findet man absolut alles. Khao Lak hingegen ist eher ein Ort, bei dem sich das Leben entlang einer 2-3 Kilometer langen Ortsdurchfahrt abspielt. Während unseres Urlaubs im November und einmal im Februar wirkte es immer ein wenig verschlafen, aber trotzdem war genug los, so dass wir mit unseren Kindern nicht allein im Restaurant abends saßen. (Wir buchen in Thailand immer nur Hotel mit Frühstück und gehen abends essen, weshalb uns einfache Restaurants in der Nähe wichtig sind. Und wenn wir hin und wieder Lust auf Candle-Light Dinner hatten, boten uns die exklusiven Hotelrestaurants einen Gaumenschmaus). Eine Übersicht zu stylischen Familienhotels in Thailand findest du übrigens in einem weiteren Beitrag hier.

Koh Kood

Koh Kood (auch Ko Kut genannt) ist die östlichste Insel Thailands und liegt näher am Festland zu Kambodscha als Thailand. Die Insel liegt fernab vom Massentourismus, was sicherlich auch an der etwas abenteuerlichen Anreise liegt, denn die Insel selbst verfügt über keinen Flughafen. Entweder fliegt man von Bangkok bis zur Provinzhauptstadt Trat und von dort geht’s weiter mit einem Boot, oder direkt auf die Nachbarinsel Koh Chang und von dort mit einem Speedboat nach Koh Kood. Wer Party oder Shoppingmöglichkeiten sucht, ist hier mit Sicherheit fehl am Platz, dafür kann die Insel mit anderen Vorzügen punkten: Traumhafte Strände, Natur pur und etwas mehr Ursprünglichkeit als in den Touristengebieten rund um Phuket und Koh Samui.

Obwohl oder gerade weil Koh Kood nicht ganz so touristisch ausgelegt ist, wie andere thailändische Inseln, zählen viele Unterkünfte eher zu den hochpreisigen.

Koh Phangan

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Koh Samui

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Die besten Aktivitäten mit Kleinkindern in Thailand

#1 Sandburgen bauen und die Seele baumeln lassen

Einer der Hauptgründe für einen Urlaub in Südthailand sind natürlich die paradiesischen endlos wirkenden Sandstrände. Der weiße Puderzuckerstrand und das flach abfallende Meer laden zu verträumten Familientagen am Strand ein. Und was gibt es schöneres für die Kleinen als zusammen mit ihren Eltern Sandburgen zu bauen, zu plantschen und kleine Erkundungstouren zu starten, bei denen man mit etwas Glück sogar den einen oder anderen Einsiedlerkrebs beobachten kann. Egal ob ihr euren Urlaub direkt in Phuket oder in Khao Lak verbringt, man kann praktisch gar nicht an einem falschen Strand liegen. Patong Beach in Phuket ist voller Trubel, aber ansonsten geht es doch eher relaxt und weniger turbulent zu, vor allem rund um Khao Lak.

#2 Bootstour zu malerischen Felsformationen oder Traumbuchten:

Rund um Phuket und eigentlich überall wo Meer in Sicht ist, werden eine Menge Bootstouren angeboten, ob zu anderen Inseln oder entlang der bekannten aus dem Wasser ragenden Felsformationen. Bootstouren sind eine schöne Gelegenheit die Landschaft aus einer neuen Perspektive zu bestaunen, ob in der Andaman-See oder im Golf von Thailand.

Aber aufgepasst bei der Auswahl der Tourenanbieter. Von Fahrten mit dem beliebten Speedboat wurde uns mit Kindern unter 3 Jahren abgeraten, da durch die hohe Geschwindigkeit enorme Fliehkräfte auf den kleinen Körper ausgeübt werden. Wir haben uns dann einfach nach „gemächlicheren“ Bootstouren mit langsamen Booten umgeschaut und mit einem Longtail-Boat eine schöne Fahrt unternommen. Wichtig war uns zudem, ob es auch für die Kinder eine Schwimmweste gab (im Zweifel eigene mitbringen). Unsere Fahrt ging übrigens zum James Bond Felsen, der recht überlaufen war. Unser Highlight war eigentlich der Ausflug insgesamt und der Halt bei einem schwimmenden Dorf und natürlich die fantastische Aussicht auf all die Felsen, die aus dem kristallklaren Wasser ragen. Und für die Kleine war die Bootsfahrt ein Highlight, denn sowas kannte sie bis dahin nicht.

#3 Flora und Fauna bestaunen im Khao Sok Nationalpark

Jeden Tag am Strand liegen kann auf die Dauer langweilig sein. Wie gut, dass sich im angrenzenden Hinterland der Khao Sok Nationalpark verbirgt. Hier gibt es neben dem Dschungelfeeling auch Affen, Wasserfälle und Seen zu bestaunen. (Moskitoschutz nicht vergessen!)

Markt / Nachtmarkt: Dreimal in der Woche (Mo, Mi, Sa) werden auf dem Bang Niang Markt in Khao Lak am Nachmittag die Pforten geöffnet. Hier finden nicht nur Touristen sondern auch Einheimische, alles was das Herz begehrt: Von tropischen Früchten, Fisch und Fleisch bis hin zu Kleidung, Taschen und Accessoires. Einmal in der Woche öffnet der Markt auch abends und das verleiht im noch einmal mehr eine besondere Atmosphäre.

#4 Auf heiligen Spuren – Ein Tempelbesuch

In keinem Fall sollte man den Besuch einiger Tempel in Thailand verpassen und z.B, den Wat Chalong in Phuket besuchen. Hier kann man sich von der weitläufigen Anlage mit Statuen und kunstvoll gestalteten Tempeln in einen mystischen Bann ziehen lassen. Und auch wenn die Kleinen von der Religion oft noch nichts verstehen, haben die sehr bildlich dargestellten Motive und Statue doch eine aufregende Wirkung. Beim Besuch von Tempeln empfiehlt es sich, sich angemessen zu kleiden (bei kleinen Kindern wird das allerdings meist ein Auge zugedrückt).

#5 Einen Gang zurückschalten – Chill’n Relax Tag

Wahrscheinlich geht es euch ähnlich wie mir und man nimmt sich viele Dinge vor, die man im Urlaubsort unbedingt sehen will. Das kann leider schnell in Stress ausarten und führt nur zur unnötig schlechter Laune bei allen Beteiligten. Da man auch nie die Laune von kleinen Kindern hervorsehen kann, empfehle ich vor allem eine gute Portion Gelassenheit und dass Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten nicht zu eng getaktet werden. Für uns gilt oft, der Weg ist das Ziel.

Wenn wir mit unseren Kindern einen Tagesausflug planen, dann versuchen wir mindestens den Tag danach, wenn nicht sogar noch einen weiteren, eher entspannt zu verbringen, z.B. am Strand. Langweile kam da bei uns bisher nie auf und für die Kinder ist es im Urlaub meist das Schönste am Strand zu spielen und im Wasser zu plantschen. Aber das weiß jeder für seine Familie am besten.

#6 Unbedingt einpacken

Bei allen Ausflügen solltet ihr unbedingt an Sonnenschutz, Moskitoschutz, Trinken, Snacks, Wechselsachen und evtl. Windeln denken.

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